Dirk Kock-Rohwer stellt sich zur Wahl

Am Wochenende des 10. bis 12. Dezember 2021 findet der Landesparteitag von Bündnis 90/ Die Grünen in den Holstenhallen in Neumünster statt. Dann werden die Plätze für die Landesliste der Grünen in Schleswig-Holstein gewählt. Die Landtagswahl erfolgt am Sonntag den 8. Mai 2022.

Dirk Kock-Rohwer –

Vorstellung für den Listenplatz 10

Dirk Kock-Rohwer, 61, Diplom-Agraringenieur, verheiratet, drei Kinder

wohnhaft in Bönebüttel, Kreis Plön

Studium der Agrarwirtschaft an der GH Kassel in Witzenhausen

1991 Übernahme des elterlichen landwirtschaftlichen Betriebes

1994 Anerkennung als Demeter Betrieb

Mitglied im Vorstand der LVÖ SH/HH

Co-Sprecher LAG Landwirtschaft

Delegierter BAG Landwirtschaft

Als Bündnis 90/Die Grünen stehen wir neben vielen anderen Dingen auch und besonders für den Umbruch in der Landwirtschaft hin zu mehr ökologischem Landbau in Einklang mit Natur- und Umweltschutz, für eine neue Energiepolitik und setzen hohe Anforderungen an das Erreichen der Klimaziele. Dies sind meine Herzensangelegenheiten.

Seit über 30 Jahren stelle ich mein Leben in den Dienst grüner Ziele, zuerst beim Studium in Witzenhausen, zu Joschka Fischers Zeit in Hessen, dann auf dem Familienbetrieb in SH, beginnend mit der Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise. 30 Jahre lang habe ich den Betrieb geführt und weiterentwickelt. Wir bewirtschaften 220 Hektar Land, 25 Hektar Wald und halten 85 Milchkühe mit Nachzucht in Bönebüttel im Kreis Plön nach den Demeter-Richtlinien. 20 Jahre lang habe ich mich mit Erfolg für die Vermarktung der Biomilch in Norddeutschland und eine faire Preisgestaltung eingesetzt. Unser Hof ist ein Leitbetrieb im Netzwerk Ökolandbau SH.

2018 haben wir einen neuen Stall nach innovativen Tierwohl-Maßstäben gebaut. Inzwischen hat unser Sohn die Leitung des Hofes übernommen, sodass mir mehr Zeit für politische Aktivitäten bleibt.

Über 20 Jahre engagiere ich mich in der freiwilligen Feuerwehr und davon die letzten 12 Jahre als Gemeindewehrführer in unserer 2000 Seelengemeinde, Katastrophenschutz ist für mich kein Fremdwort. Ich bin gut vernetzt im landwirtschaftlichen Umfeld und besonders im Bio Bereich, auf aktiver wie auch auf politischer Ebene

Die letzten drei Jahre bin ich im Vorstand der LVÖ (Landesvereinigung Ökologischer Landbau SH/HH) und Co-Sprecher der LAG (Landesarbeitsgemeinschaft) Landwirtschaft sowie Delegierter zur BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft) Landwirtschaft.

Auf diversen Podiumsveranstaltungen mit verschiedensten Vertretern der Landwirtschaft konnte ich bereits mein Wissen und meine Erfahrung in politischen Diskussionen einbringen, u. a. habe ich Ingrid Nestle und Robert Habeck vertreten dürfen.

Meine Vision ist 100 Prozent Ökolandbau, ein grünes, blühendes Schleswig-Holstein, mit Tieren auf den Wiesen, vielfältigen Ackerkulturen, krabbelnde und schwirrende Insektenvielfalt auf allen Wiesen und Feldern. Kein Bullerbü, sondern eine moderne Landwirtschaft mit Einsatz innovativer Technik und digitaler Möglichkeiten. Faire Entlohnung der Bäuerinnen und Bauern für ihre Gemeinwohlleistungen. 100 Prozent erneuerbare Energien gehören ebenso dazu wie sanfter Tourismus … Das Ganze in einer offenen, toleranten und vielfältigen Gesellschaft (man wird ja wohl noch träumen dürfen).

Noch nie war der Startpunkt für eine Agrarwende so günstig wie heute:

  • Verbraucher*innen fordern mehr regionale Produkte, mehr Bio, mehr Tierwohl
  • Brüssel gibt die Richtung vor durch die Farm-To-Fork Strategie
  • Schleswig-Holstein setzt energisch auf eine Stärkung der Biodiversität
  • die konventionelle Landwirtschaft agiert ziel- und ratlos
  • und durch die zwingende Notwendigkeit das 1.5-Grad-Ziel zu erreichen, können wir jetzt endlich alle Hebel in Bewegung setzen, um die Agrarwende zu beschleunigen.

Agrarwende geht aber nur und immer Hand in Hand mit einer Ernährungswende. Das gesamte Ernährungsumfeld muss ökologischer werden. So muss zum Beispiel die Verpflegung in Kantinen, Krankenhäusern, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen mit ökologischen Produkten erfolgen. Die Kennzeichnung von Lebensmitteln müssen für die Verbraucher*innen verständlich und aussagekräftig sein und die Ernährungsqualität und Produktion spiegeln. Der Lebensmittelpreis muss die wahren Kosten auch durchschaubar repräsentieren.

Mir ist klar, vor welch riesiger Aufgabe wir hier stehen. Das Problem: Die Landwirtschaft beeinflusst maßgeblich den Co2-Ausstoß in SH: 16 Prozent davon kommen aus der Landwirtschaft und 16 Prozent aus der Bodennutzung von Moorflächen. Andererseits gibt uns das einen wirksamen Hebel zur Co2-Reduzierung, wenn wir die richtigen Maßnahmen ergreifen.

So muss beispielsweise

• die Tierhaltung bei reduzierter Tierzahl zu mehr Tierwohl kommen

• der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln drastisch reduziert werden

• die Wiedervernässung der Moore beschleunigt werden

• die Biodiversitätsstrategie umgesetzt und mit Leben gefüllt werden

• die Energiewende im Einklang mit Landwirtschaft, Umwelt und der Bevölkerung vorangebracht werden.

100 Prozent Ökolandbau lassen sich nicht von heute auf morgen realisieren. Aber mindestens die Ziele der Farm-To-Fork-Strategie 25 Prozent Ökolandbau bis 2030 sollten wir umsetzen. Und auf diesem Weg durch gezielte Förderung wie z. B.

• Kleegrasanbau statt Ackergras,

• Weidetierprämie auch für Milchkühe,

• Nutzung der Biogasanlagen ohne Maisanbau, sondern mit Kleegrassilage oder organischen Abfallstoffen

• und durch geschicktes Ausgestalten der Eco Schemes (sog. Ökoregelungen der neuen GAP) sollten wir den konventionellen Bäuerinnen und Bauern einen anderen Weg der Landwirtschaft aufzeigen und zum Umstieg ermuntern.

Ich hoffe, ich konnte bis hier hin deutlich machen, dass ich die Problemfelder in diesem Bereich der Grünen Politik von der Pike auf kenne. Dafür habe ich nicht nur umsetzbare Lösungen im Kopf, sondern auch das Durchsetzungsvermögen, das Verhandlungsgeschick und die norddeutsche Beharrlichkeit, die nötig ist, um diese Lösungen „auf die Straße“ zu bringen. Durch meine langjährige Berufserfahrung als erfolgreicher Ökolandwirt und Demeter-Bauer besitze ich eine hohe Glaubwürdigkeit auch gegenüber den konventionellen Berufskolleg*innen.

Mit diesem fundierten Wissen möchte ich mich im Landtag für eine energische Umsetzung der Agrarwende einsetzen. Was für mich bedeutet, dass Landwirtschaft, Natur und Umwelt geschont, gesunde Lebensmittel erzeugt werden und Bauern und Bäuerinnen ein faires Einkommen ermöglicht wird. Dabei habe ich die vor- und nachgelagerten Bereiche der Landwirtschaft wie Verarbeitung und Handel ebenso im Blick wie den Ausbau der erneuerbaren Energien und eines nachhaltigen Tourismuskonzepts. Strategien und Pläne gibt es genug – ich bin bereit, sie in die Tat umzusetzen.

Mein Name ist Dirk Kock-Rohwer. Und ich bewerbe mich auf Listenplatz 10.

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